Yoko Ono, MEND PIECE, (1966/2021)

KünstlerprojekteYoko Ono, MEND PIECE, (1966/2021)

Von 19. Mai bis 30. August 2021

Wo?:
Was?: Künstlerprojekte
Publikum: Alle Altersklassen

Heile mit Vorsicht.
Denke daran, gleichzeitig auch
Die Welt zu heilen.

Shigeru Bans PTS (Paper Tube Studio), in dem er das Centre Pompidou-Metz zusammen mit Jean de Gastines entwurf und schuf, war während der gesamten Entwicklungsphase des Museums zwischen 2004 und 2009 auf den Dächern des Centre Pompidou in Paris installiert. Seit 2020 ist es nun dauerhaft im Südgarten des Centre Pompidou-Metz untergebracht. Seitdem ist es, in Zusammenarbeit mit den Bibliotheken und Mediatheken der Stadt Metz, als Bibliothek für die Öffentlichkeit zugänglich, um ausrangierten Büchern ein neues Leben einzuhauchen.

Im Rahmen des Kulturprogramms 2021 wird es wieder zu einem Ort der Schöpfung: Künstler werden dazu eingeladen, sich hier die Welt von morgen vorzu- stellen. Regelmäßig werden Workshops angeboten, zuerst mit Yoko Ono. Anschließend wird das PTS von Sébastien Thiéry (PEROU), Marc Van Peteghem, Marc Ferrand, Shigeru Ban und Jean de Gastines neu bespielt.

Yoko Ono wurde 1933 in Tokio geboren, sie lebt und arbeitet in New York. Teilnahme und Zusammenarbeit stehen im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis, die Performance, Film, Installation, Musik und poetische Texte umfasst. Yoko Onos Kunst, die seit den frühen 1960er Jahren von sozialem Aktivismus und Feminismus geprägt ist, nährt und beeinflusst eine Vielzahl künstlerischer Strömungen und Bewegungen des späten 20. Jahrhunderts, darunter Fluxus, Konzeptkunst, Videokunst und feministische Kunst.

Die 1966 geschaffene Arbeit MEND PIECE (Heilendes Werk) ist eines der ersten partizipativen Werke der Künstlerin. Diese historische Installation besteht aus auf einem Tisch platzierten Fragmenten zerbrochenen Geschirrs. Die Besucher sind dazu eingeladen, sie zu reparieren und die geschaffenen Objekte in die zur Verfügung gestellten Regale zu platzieren, um eine greifbare, materielle und spirituelle Spur des heilenden Aktes zu hinterlassen.

Die Holztische und Bänke, auf denen dieses Werk Yoko Onos umgesetzt wird, wurden nach den Prinzipien der Eigenproduktion des italienischen Architekten Enzo Mari (1932-2020) hergestellt. Sein Manifest Proposta per un’autoproget- tazione (Vorschlag zur Selbstgestaltung), das 1974 veröf- fentlicht wurde, en- thält detaillierte Pläne, die für die Eigenherstellung von Möbeln kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

 

Danksagung : Céline Blaudez