Daniel Buren, Écho d'échos : Vues plongeantes, Travail <i>in situ</i><br>(Aufsichten, Arbeit in situ)

AusstellungenDaniel Buren, Écho d'échos : Vues plongeantes, Travail in situ
(Aufsichten, Arbeit in situ)

Bis zum 2014

Wo?: Balkon des Galerie 3
Was?: Ausstellungen
Publikum: Alle Altersklassen

In der Fortsetzung seiner Ausstellung „Échos, Arbeiten in situ, 2011“, die von Mai bis September 2011 in der Galerie 3 stattfand, führt Daniel Buren ein neues Monumentalwerk aus.

Auf Einladung des Centre Pompidou-Metz hat der Künstler ein auf die Spiegelwiederverwendung gestütztes Projekt ersonnen. Die Spiegel bildeten schon die Basis Burens vorhergehenden Entwurfs, La ville empruntée, multipliée et fragmentée. Durch seine Intervention im Sommer 2011 wurde ein Dialog mit dem von der Galerie 3 aus sichtbaren Panoramablick auf Metz und seinen Dom dargeboten. Diese durch die Architektur betonte sinnbildliche Stadtaussicht wurde durch einen Teil der, die Gesamtfläche der Seitenwände deckenden, Spiegel übernommen und multipliziert. Das durch die Lichtreflexe erzeugte zerbrochene Bild war vom bekannten „visuellen Werkzeug“ des Künstlers – seinen 8,7 cm breiten, abwechselnd weißen und farbigen Bänder umgeben.

Mit dem Werk Vues plongeantes (Aufsichten) wird der Spiegel die Matrize eines neuen Vorschlags, die einen entscheidenden Bestandteil der Architektur von Shigeru Ban und Jean de Gastines betont und verherrlicht: das aus Lärche und Fichte gefestigte Dachgebälk. Die aus 1600 gebogenen und mit einer Teflon- und Glasfasermembran bedeckte Montage ist ein wahrhaftes Meisterstück, welches sich durch das inszenierte Spiel der Spiegel zusammenzuschließen scheint.

 

Das Buch "Daniel Buren, Travaux in situ" ist zum Verkauf in der Bücherei Flammarion des Centre Pompidou-Metz erhältlich sein (22,90 Euro). Es ist das Produkt einer engen Zusammenarbeit des Künstlers, des Centre Pompidou-Metz und des Mudam Luxembourg, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean.

2010 luden der Mudam Luxembourg, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean und das Centre Pompidou-Metz Daniel Buren dazu ein ortspezifische Projekte für die beiden Ausstellungshäuser zu ersinnen. Das Publikum konnte in Folge zunächst « Architecture, contre-architecture : transposition, travail in situ » in der großen Halle des Mudam (9. Oktober 2010 bis zum 22. Mai 2011), dann « Échos, travaux in situ » in der Galerie 3 des Centre Pompidou-Metz und, zu guter letzt, « Écho d’Échos : Vues plongeantes, travail in situ » entdecken. Aus diesen Ausstellungen resultiert eine Raumerfahrung die den subjektiven Blick des Zuschauers, sein Umherschweifen und die umliegende Umgebung  ins Zentrum des Kunstwerks stellt. Für das Werk Burens erstaunlicher ist der Tatbestand, dass die Erfahrung der Zeit ebenfalls ins Werk integriert wird. Im Mudam wie auch im Centre Pompidou-Metz spiegeln sich die verstreichenden Stunden, Tage und Jahreszeiten in den Werken wieder und bieten dem Besucher eine sich stetig wandelnde Erfahrung.

Diese zeitbegrenzten Projekte sind heute im Rahmen des beständigeren Mediums welches das Buch ist versammelt. Die drei Ausstellungen waren Objekt fotografischer Auftragsarbeiten die Eric Chenal und Rémi Villaggi anvertraut wurden.