Centre Pompidou-MetzZielsetzungen

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Die Zielsetzungen des CPM

Wir werden alles daran setzen, um unser Publikum zu überraschen, zu begeistern und zu unterhalten und sein Interesse für die zeitgenössische Kunst immer wieder neu zu wecken.“

Laurent Le Bon, Direktor des Centre Pompidou-Metz bis 2010 zum 2014

 

Das Centre Pompidou-Metz ist Ergebnis der ersten Dezentralisation einer großen nationalen Kulturinstitution, mit der das Centre Pompidou Paris sein Konzept in der Region verankert und gleichzeitig sein Know-how und seine Sammlungen zur Verfügung stellt. Möglich wird dies durch eine bislang einzigartige Partnerschaft mit den Gebietskörperschaften, die die Finanzierung des Kunstzentrums übernehmen und ihm gleichzeitig Autonomie in wissenschaftlichen und kulturellen Fragen garantieren.

Dabei ist das lothringische Kunstzentrum den Werten des Centre Pompidou verpflichtet und setzt wie die Schwesterinstitution in Paris auf Aufgeschlossenheit und Offenheit für ein weit gefächertes Publikum sowie alle Formen des zeitgenössischen Kunstschaffens. Sowohl in seiner gesellschafts- als auch kulturpolitischen Positionierung verfolgt es die Strategie des Centre Pompidou und begreift sich vor allem als Dialogplattform für den Austausch zwischen der französischen Gesellschaft und der Welt der Kunst.

Das Centre Pompidou-Metz ist weder Ableger noch Zweigstelle des Centre Pompidou, sondern eine in ihren wissenschaftlichen und kulturpolitischen Entscheidungen unabhängige Schwesterinstitution, die über ein eigenständiges Programm verfügt. Sie lässt sich vom Konzept des Centre Pompidou inspirieren und profitiert von dessen Know-how, Netzwerk und Bekanntheit. Zur Verwirklichung seiner Ziele genießt das Centre Pompidou-Metz über einen unschätzbaren Vorteil, da es Zugang zu den Sammlungen des Staatlichen Museums für Moderne Kunst Centre Pompidou hat, die mit 76.000 Werken eine der zwei bedeutendsten Sammlungen für moderne und zeitgenössische Kunst weltweit und wichtigste Sammlung in Europa ist.

Als Raum, der das zeitgenössische Kunstschaffen in all seinen Ausprägungen erfahrbar macht, als lebendiger Ort der Begegnung mit einem umfassenden, ganzjährigen Veranstaltungsprogramm bietet das Centre Pompidou-Metz seinem Publikum einzigartige Möglichkeiten kulturellen Erlebens. Es fasziniert mit seiner außergewöhnlichen Architektur, die den Architekten Shigeru Ban und Jean de Gastines zu verdanken ist. Es besticht durch seine Großzügigkeit, denn im Zentrum seiner Aktivitäten stehen stets die Interessen seiner Besucher. Es überzeugt durch die herausragende Qualität seines multidisziplinären Programmkonzepts mit wechselnden Ausstellungen auf internationalem Niveau.

Das Centre Pompidou-Metz verfolgt mit seinem kulturellen Konzept vier zentrale Anliegen. Es will

  • das künstlerische Schaffen in all seinen Formen zugänglich machen;
  • seinem Publikum die Kunstgeschichte seit 1905 nahebringen;
  • seine Besucher begeistern und anregen, die Welt mittels der Kunst zur erfassen;
  • neue Öffentlichkeiten erreichen und als Besucher gewinnen.

 

Mit seiner Lage im Herzen der Großregion begreift sich das Centre Pompidou-Metz als integraler Bestandteil der Kulturlandschaft und Ergänzung zum bestehenden Kulturangebot.

Die Wechselausstellungen werden von einem disziplinenübergreifenden Kulturprogramm (darstellende Künste, Filme, Vorträge) begleitet, das durch das Konzept des Centre Pompidou inspiriert ist und alle Bereiche des kreativen Schaffens berücksichtigt. Ausgangspunkt für die Veranstaltungen sind im Wesentlichen die Themen der Ausstellungen, die damit eine weitere Vertiefung erfahren.

Ergänzt wird das Programm durch eigenständige Veranstaltungsreihen und hochkarätige Sonderveranstaltungen, in deren Rahmen jeweils eine Thematik oder ein kreatives Schaffensfeld beleuchtet wird. Es soll darum gehen, dem Publikum mit einem Streifzug durch die Disziplinen neue Ansätze der künstlerischen Praxis zu vermitteln, seinen Erfahrungshorizont zu erweitern und es nicht zuletzt zu überraschen, und das alles in einer angenehmen, offenen Atmosphäre.

Darüber hinaus beteiligt sich das Centre Pompidou-Metz als Koproduzent an Tanz-, Schauspiel- und Konzertveranstaltungen des Centre Pompidou Paris sowie an den Inszenierungen von Tanz- und Balletttruppen und fördert die Produktion von Werken, die einen Bezug zwischen einem Choreografen und einem Künstler oder Autor herstellen.