Evening #6 - Ryoko Sekiguchi, Lorsque l’humidité change, le monde change. [Wenn die Feuchtigkeit sich ändert, ändert sich die Welt].

VeranstaltungenEvening #6 - Ryoko Sekiguchi, Lorsque l’humidité change, le monde change. [Wenn die Feuchtigkeit sich ändert, ändert sich die Welt].

Sonntag 10. Dezember um 16 Uhr

Wo?: Studio
Was?: Veranstaltungen
Discipline : Leistung
Öffentliche Preis: 10 € / 5€ (Tarif réduit appliqué également sur présentation du billet d’accès aux expositions du jour, dans la limite des places disponibles)
Publikum: Alle Altersklassen
Dauer : 75'
Author : Sinnliche Augenblicke mit dem Designer Felipe Ribon und dem Koch Sugio Yamaguchi, Performance

Die japanische Autorin und Schriftstellerin Ryoko Sekiguchi lebt in Paris. Sie verfolgt das Prinzip des « doppelten Schreibens » und durchstreift Disziplinen und Regionen. Sie schreibt auf Französisch und Japanisch, übersetzt in beide Richtungen, arbeitet in Literatur und Gastronomie und kann auf diverse kollaborative Projekte zurückblicken.

Sie hat rund ein Dutzend Werke in französischer Sprache veröffentlicht, die meisten bei P.O.L., darunter 2011 Ce n’est plus un hasard und 2013 Le Club des gourmets sowie 2016 Dîner Fantasma mit Felipe Ribon. Auf Japanisch hat sie ca. zehn Bücher geschrieben, von denen ein Großteil bei Shoshi-Yamada erschienen ist. Ins Japanische übersetzt hat sie Romane von Stéphane Foenkinos, Emmanuel Carrère und Jean Echenoz. Über die Performance Lorsque l’humidité change, le monde change schreibt sie Folgendes:

„Ähnlich wie wir, die wir zu 70% aus Wasser bestehen, enthält alles, aus dem unsere Welt sich zusammensetzt, Wasser. Ganz wie der Begriff des Terroirs, der letztlich von einer Vielzahl von klimatischen Bedingungen abhängt, kann die Feuchtigkeit, der Wassergehalt entscheidend dafür sein, wie etwas in unserer Welt existiert. Eine Tomate verfault irgendwann. Doch enthält sie kein Wasser mehr, verwandelt sie sich in eine appetitliche getrocknete Tomate. Ein toter Körper löst sich auf, doch je nachdem, wieviel Wasser er enthält, unterscheidet sich seine Textur. Die Haut von Mumien kann so fein sein wie Papier, aber auch zäh wie Leder. Oder sie erinnert an eine Baumrinde oder wird wächsern. Wenn wir uns ein getrocknetes Lebensmittel auf die Zunge legen, saugt es die Feuchtigkeit in unserem Mund auf, um sich unserem Körper anzugleichen. Es gibt einen permanenten Wasseraustausch zwischen uns unter der Welt, zwischen Ihnen und mir, bis unser Körper nicht mehr ist. Übrig bleibt nur das Denken, die einzige Sache, die kein Wasser enthält. Und das geht immer so weiter.“

 

 

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