Evening #6 - Gozo Yoshimasu und Kukangendai, La broderie de feu, Performance, im Anschluss Konzert von Kukangendai

VeranstaltungenEvening #6 - Gozo Yoshimasu und Kukangendai, La broderie de feu, Performance, im Anschluss Konzert von Kukangendai

Freitag, 8. Dezember 2017 um 20 Uhr

Wo?: Studio
Was?: Veranstaltungen
Discipline : Music
Öffentliche Preis: 15 € / 10 €
Publikum: Alle Altersklassen
Dauer : Performance: 45 Min. Pause: 15 Min., im Anschluss Konzert von Kukangendai: 30 Min.
Author : Gōzō Yoshimasu et Kukangendai (création)

Über La Broderie de feu
Nach ihrer ersten Zusammenarbeit anlässlich der Retrospektive des Lyrikers im Tokioter MOMAT im Jahr 2016 hat Gōzõ Yoshimasu Kukangendai eingeladen, mit ihm eine neue Auflage seines aktuellen Projekts „La broderie de Feu“ – Stickerei aus Feuer – zu gestalten, das im August 2017 auf Einladung des Musikers Otomo Yoshihide auf dem SIAF-Festival in Sapporo präsentiert wurde. Gegenstand des Projekts ist eine Ausstellung rund um eines der intensivsten Werke des Künstlers, das Langgedicht „Ishikari Sheets“, an dem Yoshimasu seit 1994 arbeitet. Die Ausstellung bestand aus Installationen, im Raum verteilten händischen Zeichnungen, verschiedenen Objekten sowie Video-Performances, die im Sommer auf dem Fluss Ishikari aufgeführt wurden. Gōzõ Yoshimasu hat Kukangendai sowie den Regisseur und Videokünstler Yoi Suzuki eingeladen, mit diesen Materialien und nach demselben Prinzip eine poetisch-musikalische Performance/Partitur zu „La Broderie de Feu“ zu entwickeln. Die Künstler präsentieren diese neue Version auf einer gemeinsamen Europa-Tournee, die sie auch ins Centre Pompidou-Metz führt.
Ein Projekt von Gõzõ Yoshimasu und Kukangendai

Credits:
Produktion: Gõzõ Yoshimasu und Kukangendai
In Zusammenarbeit mit / Ton: Ki Moon Song / Bild: Yoi Suzuki

Die erste Begegnung zwischen Gōzõ Yoshimasu und Kukangendai fand anlässlich der Retrospektive The Voice Between: The Art and Poetry of Yoshimasu Gozo für den Lyriker im MOMAT – National Museum of Modern Art, Tokyo – auf Betreiben des Kurators Kenjiro Hosaka statt.
Mit Unterstützung der Japan Stiftung
Dank an Kenjiro Hosaka, Tomoko Yabumae und Anne-Sophie Lenoir

Gōzō Yoshimasu
Gôzô Yoshimasu ist nicht nur Filmemacher, Kalligraf und Fotograf, sondern gilt – auch auf internationaler Ebene – als einer der bedeutendsten Lyriker der japanischen Moderne. Yoshimasu setzt sich über die traditionellen Grenzen der poetischen Genres hinweg und kombiniert Gedichte und Bilder, Objekte und Videos. Bei seinen öffentlichen Lesungen erweckt er die Kunst der Deklamation zu neuem Leben, wenn er mal mit seiner ganzen Stimmgewalt, mal mit leisem Flüstern seine Werke zum Vortrag bringt. Yoshimasus Gedichte gilt es zu erforschen wie eine Landschaft aus Bildern, Objekten und Worten. Sie erwecken ein widersprüchliches Gefühl von Nostalgie und zeitlicher Ferne, das sich durch die improvisierte musikalische Untermalung noch verstärkt. Yoshimasu arbeitet regelmäßig mit bildenden Künstlern, Freejazzern und Improvisationsmusikern wie Otomo Yoshihide zusammen. Seine erste Gedichtsammlung veröffentlichte er 1964. Seitdem wurde sein Werk mit vielen japanischen und internationalen Preisen gewürdigt. Sein jüngstes Werk Kaibutsu-kun (Geliebtes Monster) ist ein Langgedicht, das in den Jahren 2012 bis 2016 im Gefolge des Tsunami entstand und 2016 publiziert wurde.

Kukangendai
Die Gruppe Kukangendai besteht seit ihrer Gründung 2006 aus drei Musikern. Ihre Stücke entwickeln sich aus einer Kombination aus Samples, Wiederholungen und vorsätzlichen Fehlern. Auf diesem Wege entsteht ein schräger Sound, der gleichsam auf den Musikern zu lasten scheint, und so zeichnen sich die Konzerte von Kukangendai durch ihren ebenso stoischen wie komischen Charakter aus. In den letzten Jahren hat die Gruppe für ihre Livekonzerte ein Verfahren entwickelt, bei dem sie zwischen mehreren Songs, die simultan gespielt werden, hin und her wechselt — während sich mit der Zeit ein einziger, gemeinsamer Rhythmus herausbildet.  

 

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