Centre Pompidou-MetzDie Architektur

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Eine einzigartige Architektur

„Nähert der Besucher sich dem Centre Pompidou-Metz über den Vorplatz und die Grünanlagen, die Stadtzentrum und Bahnhof mit dem Ausstellungszentrum verbinden, fällt sein Blick auf ein Gebäude in hellen, leuchtenden Farben, das mächtig ist und leicht zugleich, ein Gebäude, unter dessen schützendem Dach man gerne Zuflucht sucht. Wir wollten eine Architektur, die für die Offenheit des Centre Pompidou-Metz steht, seine Aufgeschlossenheit für die Vielfalt der Kulturen, und einen Ort des Wohlbefindens schaffen, der einen unmittelbaren und sinnlichen Bezug zu seiner Umwelt hat.“

Shigeru Ban et Jean de Gastines

Shigeru Ban und Jean de Gastines

Das großzügige Gebäude verfügt über eine sechseckige Dachkonstruktion, die von drei Galerien durchzogen ist. Die Struktur entwickelt sich rund um einen zentralen Mast von 77 m Höhe, der mit seinen Maßen eine Hommage an das 1977 eröffnete Centre Pompidou ist.

Im Inneren herrschen klare, helle Farben vor: Die Dachkonstruktion besteht aus hellem Holz, die Wände sind weiß, die Böden perlgrau. Das Dach, das Wechselspiel von Innen- und Außenbereich sowie die vier Ausstellungsbereiche zeugen allesamt von einem konsequent innovativen architektonischen Konzept.

Großes Raumvolumen

Die Architektur des Centre Pompidou-Metz ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Mit dem großen Volumen der Grande Nef und der Wandelbarkeit der Ausstellungsbereiche, die sich sowohl als weitläufige Flächen als auch als kleinere, intimere Säle gestalten lassen, stimuliert das Gebäude die Fantasie der Besucher und bietet reichlich Raum für Überraschungen.

Die Ausstellungsbereiche sind niemals starr, sondern lassen sich problemlos variieren, um die ganze Vielfalt der modernen und zeitgenössischen Kunst auch aus vollkommen neuen Perspektiven sichtbar zu machen.

Die monumentale sechseckige Dachkonstruktion erstreckt sich über den gesamten Innenbereich und entwickelt sich um einen zentralen, 77 m hohen Mast. Dieser Aufbau mit doppelter Wölbung, dessen hölzerne Trägersegmente sich zu secheckigen Waben zusammenfügen, wird von einer zentralen Metallkonstruktion und vier konischen Säulen getragen.

Das gänzlich aus Holz bestehende Tragwerk mit einer Gesamtfläche von 8.000 m² erinnert mit seiner Netzstruktur an das Geflecht eines chinesischen Hutes. Über der Holzkonstruktion liegt eine wasserundurchlässige Membran aus Glasfasern mit einer Teflonbeschichtung (PTFE: Polytetrafluoroethylen).

Unter der ausladenden Dachkonstruktion überlagern und kreuzen sich die drei rechteckigen Ausstellungsgalerien, deren Enden über das Dach hinausragen und mit ihren riesigen Panoramafenstern Ausblicke auf verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt wie der Kathedrale, den Bahnhof oder auch den Seille-Park bieten und den Besucher mit veritablen Postkartenansichten von Metz begeistern.

Das Gebäude, das an ein riesiges Zirkuszelt erinnert, ist von zwei Gärten und einem Vorplatz umgeben und verfügt über eine Gesamtfläche von 10.700 m².

Die Ausstellungsbereiche nehmen insgesamt 5.020 m² ein, dazu kommen mit den Gärten, dem Forum und den Terrassen der Galerien noch weitere Bereiche, die Raum für Kunst bieten.

Im rückwärtigen Bereich des Centre Pompidou-Metz befindet sich ein weiteres Gebäude, in dem die Verwaltung sowie die Gebäudetechnik untergebracht sind.